In Wittenau gibt es zahlreiche Entwässerungsgräben und kleine Gewässer bzw. Seen. Die meisten wurden künstlich angelegt, um im 18. Jahrhunder die Felder der Feldmark Dalldorf zu entwässern und somit landwirtschafte Nutzung zu ermöglichen. Es gibt aber auch Hinweise auf einen natürlichen Ursprung.


Nordgraben

Das wohl bekannteste Gewässer im Ortsteil ist der künstlich angelegte "Nordgraben". Dieser wurde in den Jahren 1927 bis 1929 als Entwässerungskanal für den geplanten Bau des "Nordkanals" errichtet. Der Nordkanal war das Gegenstück zum "Teltowkanal" im Süden der Stadt. Da seine Bauzeit in die Zeit der Herrschaft der Nationalsozialisten und den beginnenden Kriegsvorbereitungen fiel, stand das für den Bau geplante Geld nicht mehr zur Verfügung und das Projekt wurde verworfen. Übrig blieb der bereits gebaute "Nordgraben". Außerdem entlastet der "Nordgraben" die Panke bei hochwasserähnlichen Wasserständen als Abflussmöglichkeit.


1924 - Kartenausschnitt mit dem Verlauf des geplanten Nordkanals. Quelle: Zentralblatt der Bauverwaltung

Der Kanal durchfließt den Ortteil auf einer Länge von ca. 3.3 km und mündet in Berlin-Tegel in den Tegeler See. Seine Gewässernummer im Berliner Gewässerverzeichnis lautet 5819692. Der Kesselpfuhlgraben und der Packereigraben (siehe unten) münden zuvor in den "Norgraben". Am U-Bahnhof "Rathaus Reinickendorf" gibt es eine kleine Staustufe. Durch die entstehenden Verwirbelungen wird das Wasser zusätzlich mit Sauerstoff angereichert. Der Pegelstand des Nordgrabens wird sowohl manuell mittels eines Lattenpegels (Pegelkennziffer 5867800 in Neu Tegel) als auch mit Ultraschall (Pegelkennziffer 56 5867900 an der Eisenbahnbrücke - seit dem 01.12.2000) überwacht.* Die Abflussgeschwindigkeit des "Nordgraben" beträgt durchschnittlich 1 Kubikmeter pro Sekunde.

Anhand eines Verlaufs ( - hier klicken - ) sieht man die Pegelstände des Nordgraben seit dem 01.12.2000 bis zum 12.08.2021. Der durchschnittliche Wasserstand des Nordgraben beträgt um die 70cm. Absolute Höchststände wurden am 01.07.2006 mit 2,38 Meter und am 01.07.2017 mit 2,07 Meter gemessen (Quelle: wasserportal.berlin.de).

Am 20.07.2015 schrieb die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt als Bauherr den Neubau der Uferbefestigung als 2. Bauabschnitt aus ( - Ausschreibung hier klicken - ). Seit November 2015 wird der Abschnitt in Wittenau saniert. Während eines starlen Unwetters mit heftigen Regenfällen am 29./30.06.2017 stieg der Pegel des Nordgrabens innerhalb kürzester Zeit stark an, so dass die in dem Wasserlauf befindlichen Baugeräte/Bagger in den Wassermassen versanken.

Am Ende des Jahres 2017 waren die Sanierungsarbeiten zwischen der Straße "Roedernallee" und "Schorfheidestraße" abgeschlossen (Zeitungsbericht der RAZ vom 11.01.2018 - hier klicken - )

Im August 2021 erfolgten erneut Arbeiten am Nordgraben im Abschnitt zwischen dem Eichborndamm und der Triftstraße sowie zwischen dem Eichborndamm und der Oranienburger Straße. Mithilfe eines Baggers wurde der Grünbereich unmittelbar an den Spundwänden entfernt. Im Laufe der Jahre ist an dieser Stelle eine Menge Unkraut gewachsen.

Die Staustufe wird auch gerne als Wasserskianlage von jungen Menschen genutzt.


Leider sind im Laufe der Jahrzehnte schon einige Menschen im "Nordgraben" ums Leben gekommen:

  • Am 12.06.1953 berichtete die Berliner Zeitung auf Seite 6, dass der elfjährige Wolfgang Biniakiewicz beim Baden von der reißenden Strömung des durch starke Regenfälle angestiegenen Nordgrabens vom Ufer fortgerissen wurde. Der 13jährige Günter Schöne sprang hinterher, um seinen Freund zu retten. Auch er wurde von der Strömung abgetrieben und ertrank. Bereits am 11.06.1953 ertrank ein vierjähriges Mädchen beim Baden an der "wilden Badestelle" des Nordgrabens.

  • Am 19.02.1955 brach laut Berliner Zeitung ein achtjähriger Junge in das dünnen Eis auf dem Kanal ein. Glücklicherweise beobachtete die 13jährige Karin Hille den Vorgang und rettete den Jungen unter Einsatz ihres Lebens.

  • Am 02. April 1964 rutschte ein vierjähriger Junge aus Wittenau an der steilen Böschung ab und wurde von dem Wasser mitgerissen. Seine Leiche wurde erst vier Wochen später im Tegeler See an der Insel Hasselwerder geborgen.****

  • Am 19.06.1995 meldete die "Berliner Zeitung", dass am 18.06.1995 im Nordgraben die Leiche einer 50 bis 60jährigen Frau gefunden wurde.  

  • Am 23.07.2006 berichtete die "Berliner Morgenpost", dass die achtjährige Anastasia leblos in einem Rohr des Nordgrabens aufgefunden wurde.

  • Am 04.08.2011 kam ein 53jähriger Obdachloser im Nordgraben ums Leben, als er vermutlich im betrunkenen Zustand in den Kanal fiel.



1957 - Nordgraben an der Ecke Triftstraße/Am Nordgraben.


1957 - Nordgraben an der Ecke Triftstraße/Am Nordgraben mit dem Neubau des Ernst-Reuter-Saales am Rathaus.


15.04.2014 - Die Staustufe des Nordgrabens nahe dem Eichborndamm.


27.04.2016 - Neubau der Uferbestigung am Nordgraben an der Oranienburger Straße


29.04.2016 - Neubau der Uferbestigung am Nordgraben an der Roedernallee


29.04.2016 - Bauschild für den Neubau der Uferbestigung am Nordgraben an der Roedernallee


30.06.2017 - Baugeräte in den Wassermassen des Nordgrabens an der Schorfheidestraße.

01.08.2021 - Baggerarbeiten am Nordgraben in Höhe des Rathauses.

11.08.2021 - Baggerarbeiten in Höhe der Peter-Witte-Grundschule im und am Nordgraben.

27.11.2021 - Ein junger Mann nutzt die Staustufe als Wasserskianlage.

27.11.2021 - Ein junger Mann nutzt die Staustufe als Wasserskianlage.


Steinbergsee

Das wohl größte Gewässer ist der Steinbergsee im Steinbergpark. Er wurde ab dem Jahr 1924 Uhr künstlich angelegt zusammen mit dem Steinbergpark (vgl. Rubrik "Verkehr", Überschrift "Feld- und Lorenbahnen").

Der Steinbergsee wird vom Packereigraben (siehe unten) durchflossen, der an dieser Stelle gleichermaßen den See bildet. Seine Ausdehnung umfasst ca. 200 Meter Länge und 50 Meter Breite. In der Mitte des Sees exitsiert eine kleine baumbewachsene Insel, die die Gewässervögel gerne als Ruheplatz nutzen. In den Steinbergsee fließt ein künstlich, mit zahlreichen Steinen, angelegter Wasserfall. Das Wasser wird mittels Pumpen im See an die Spitze des Wasserfalls gefördert.

Letztmalig wurde der See im Jahr 2012 entschlammt, eine weitere Entschlammung ist derzeit nicht geplant. Seit Herbst 2018 soll am Steinbergsee zusätzlich zu den wöchentlichen Reinigungsleistungen einmal jährlich das Laub und Astwerk aus dem unmittelbaren Uferbereich abgeräumt werden. Zudem sollte es im Jahr 2019 eine Untersuchung des Fischbestandes geben. Anhand der Ergebnisse wollten die Senatsumweltverwaltung gegebenenfalls Fische, die in solchen Gewässern natürlicherweise leben oder gelebt haben, wie z.B. Hechte und Schleie, einsetzen.

Die Wasserqualität des Steinbergsee wird nicht überwacht, da der Senat ausschließlich Gewässer, die größer als 50 Hektar sind, ins Monitoringprogramm aufgenommen hat. Dafür ist der Steinbergsee letztendlich zu klein (Quelle: Die Dorfzeitung - Artikel hier klicken -).



Karpfenteich/Kranichpfuhl

Der Karpfenteich/Kranichpfuhl stammt noch aus der Eiszeit und liegt im Parkgelände der Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik in unmittelbarer Nähe des Bahndamms der ehemaligen Kremmener Bahn. Der auch oft benutzt Name Koldischteich ist an dieser Stelle falsch, da der Koldischteich im Ortsteil Reinickendorf lag. Der Karpfenteich/Kranichpfuhl war in das Entwässerungssystem der Anstalt eingebunden. Ursprünglich wurde der Teich als Viehtränke genutzt.*****

Die hohe Feuchtigkeit des Geländes der Irrenanstalt hatte den Bau der Gebäude in den 1880er Jahren lange Zeit verzögert. Nur durch den Bau von offenen Gräben und unterirdischen Drainageleitungen wurde das Gelände entwässert und somit nutzbar. Der Karpfenteich/Kranichpfuhl soll auch einen Abfluss zum Tegeler See gehabt haben.** Es wurde berichtet, dass die Doktoren der Anstalt den kleinen Teich zum Baden genutzt haben sollen.

Seine Gewässernummer im Berliner Gewässerverzeichnis lautet 5819672152653.

Im Jahr 2019 wurden 10 Paare der Erdkröte im Karpfenteich/Kranichpfuhl bei einer Untersuchung zum Ausbau der nahegelegenen Bahnstrecke der Kremmener Bahn nachgewiesen (Quelle: Plangenehmigung des Eisenbahn-Bundesamtes gemäß § 18 AEG i. V. m. § 74 Abs. 6 VwVfG vom 03.06.2019, Seite 36 - Nachweis bitte hier klicken - ).

Bei einer Untersuchung durch die Organisation BUND im Jahr 2021 wurde der Zustand als "Trocken gefallen mit Verlandungstendenz (Sukzession)" bewertet. Es gibt kaum noch freie Wasserfläche, aber bereits im Jahr 2017 wurde hier Erdkröten-Laich gefunden (Quelle: BUND-Kleingewässerreport Berlin 20/21 - Zustand der Kleingewässer in den Berliner Bezirken Marzahn-Hellersdorf, Neukölln, Reinickendorf und Tempelhof-Schöneberg).


Ausschnitt einer Karte von 1740 mit dem Kranichpfuhl.

Juli 1908 - Der Karpfenteich/Kranichpfuhl in Dalldorf mit einem Kanu und einer kleinen Steganlage.


23.06.2014 - Der Koldischteich verlandet im Sommer teilweise, obwohl er immer noch mit Wasser gespeist wird.


Packereigraben

Der Packereigraben ist ein Entwässerungsgraben, der seit vielen Jahrhunderten bzw. sogar seit Jahrtausenden mitten durch Wittenau fließt. Seinen Namen erhielt der Graben vermutlich durch seine Nähe zur Packstelle einer Ziegelei, die sich in Höhe der heutigen Postadresse "Treuenbrietzener Straße 28 (Ortsteil Märkisches Viertel)" befand. (Quelle: Buch "Abschied von der Laube", Seite 38). Bis zum Jahr 1929 mündete der Graben direkt in das Tegeler Fließ am Moorweg zwischen Osianderweg und Allmendeweg. Durch den Bau des Nordgrabens wurde auch der Verlauf des Packereigrabens geändert (Quelle: Wolf-G. Blümich). Seit 1929 bis heute mündet er gegenüber der Adresse "Havelmüllerweg 14" in den Nordgraben. Die breiteste Stelle des Grabens ist der Steinbergsee (siehe oben). Eine weitere breite Stelle ist das Herrnholzbecken an der Grenze zum Ortsteil Waidmannslust. Der kleine Graben bildet während seines gesamten Verlaufes in Wittenau die Grenze zum Ortsteil Waidmannslust.

Es wurden im Bereich „Am Waidmannseck“ in den 1970er Jahren Ausgrabungen getätigt. Dabei wurden unter anderem Angelhaken gefunden, die darauf schließen lassen, dass dort geangelt wurde. (Danke für die Informationen von Herrn Stephan Foest).

Sein Wasser stammt aus dem "Seggeluchbecken" und dem "Klötzbecken" im Ortsteil "Märkisches Viertel". Am "Welzower Steig" kommen die Zuflüsse beider Becken zusammen und bilden ab diesen Punkt den Packereigraben. Aufgrund seiner Bebauung und der ungeeigneten Umgebung gibt es nur sehr wenige Amphibien, die den Packereigraben als Lebensraum nutzen.***  Seine Gewässernummer im Berliner Gewässerverzeichnis lautet 58196928.


1899 - Damals mündete der Packereigraben noch in das Tegeler Fließ. Quelle: Wolf-G. Blümich


26.05.2014 - Ein Grobrechen am Packereigraben nahe der Unterführung des Oraniendamms an der Ortsgrenze zu Waidmannslust.



04.04.2015 - Der Packereigraben zwischen dem Herrnholzbecken und dem Oraniendamm.


Herrnholzbecken
Das Herrnholzbecken ist ein Feuchtbiotop, welches relativ stark zugewachsen ist
. Durch das Becken fließt der Packereigraben auf seinem Weg zum Nordgraben.


04.04.2015 - Das Herrnholzbecken ist im Sommer stark zugewachsen.

Pappelgraben

Der Pappelgraben ist ein Entwässerungsgraben, der vom Packereigraben abzweigt. Somit stammt sein Wasser ebenfalls zu einem großen Teil aus dem Seggeluchbecken. Er verläuft parallel zur Wallenroder Straße, spingt in einem 90-Grad-Winkel parallel zum Eichhorster Weg und endet dort.


Achtrutenteich

Der Achtrutenteich liegt ebenso wie der Steinbergsee im Steinbergpark. Er ist jedoch wesentlich kleiner und aufgrund seines Umgebungsbewuchses nicht so stark frequentiert wie der Steinbergsee. Daher kann man hier auch vermehrt Amphibien antreffen.***

Seine Gewässernummer im Berliner Gewässerverzeichnis lautet 5819 6928 92.

Bei einer Untersuchung durch die Organisation BUND im Jahr 2021 wurde der Zustand als "Trocken gefallen mit Verlandungstendenz (Sukzession)" bewertet. Es gibt kaum noch freie Wasserfläsche und der Schilfdeckungsgrad ist sehr hoch (Quelle: BUND-Kleingewässerreport Berlin 20/21 - Zustand der Kleingewässer in den Berliner Bezirken Marzahn-Hellersdorf, Neukölln, Reinickendorf und Tempelhof-Schöneberg).


15.04.2014 - Der stark zugewachsene Achtrutenteich im Steinbergpark.


Spießweggraben

Parallel zum Spießweg verläuft auf einer Länge von ca. 500 Metern der künstlich angelegte Entwässerungsgraben. Auch er führt nur selten Wasser. Das Wasser des kleinen Grabens fließt in den Kesselpfuhlgraben. Seine Gewässernummer im Berliner Gewässerverzeichnis lautet 5819692724.


15.04.2014 - Der wenig gefüllte Spießweggraben.                                      03.08.2014 - Der Spießweggraben ist ausgetrocknet und verwildert.


15.11.2016 - Verlauf und Gewässernummer des SPIEßWEGGRABENS in Wittenau. Auszug aus der Gewässerkarte der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt.


Kesselpfuhlgraben

Ursprünglich gab es einen Teich der "KESSELPFUHL" hieß und von dem der Graben abging. Der "KESSEPFUHL" wurde ebenso wie der "KRANICHPFUHL" und der "ELSENPFUHL" (siehe unten) im 17./18. Jahrhundert zur Zeit der Landwirtschaft vor allem als Viehtränke genutzt.*****


1893 - Ausschnitt einer Karte mit dem Kesselpfuhlgraben und dem Kesselpfuhl. Archiv Museum Reinickendorf

Dieser Teich wurde aber durch den Bau des Nordgrabens entwässert und trockengelegt. Südlich des Triftparks beginnt der ca. 500 Meter lange Kesselpfuhlgraben, der ebenfalls mindestens seit dem dem Jahr 1899 existiert. Seine ursprüngliche Funktion war sicherlich für die Entwässerung der Grünlandsiedlung beizutragen, die in den 1920er Jahren gebaut wurde (vgl. Rubrik "Splitter der Geschichte", Überschrift "Grünlandsiedlung"). Er mündet wie der Packereigraben in den Nordgraben.
Seine Gewässernummer im Berliner Gewässerverzeichnis lautet 5819692272.


Verlauf des Kesselpfuhlgrabens, Quelle: Openstreetmap


15.11.2016 - Verlauf und Gewässernummer des KESSELPFUHLGRABENS in Wittenau. Auszug aus der Gewässerkarte der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt.



Elsenpfuhl / Elsenpfuhlgraben und vorderer Wolfsgarten-Graben
Der Elsenpfuhl mit dem Elsenpfuhlgraben lag westlich der heutigen Oranienburger Straße und erhielt sein Wasser aus dem "vorderen Wolfsgartengraben", der nachweislich im Jahr 1866 parallel zum damaligen Spandauer Weg (heute Holzhauser Straße) verlief. In Höhe der heutigen Straßenkreuzung Holzhauser Straße/Seidelstraße/Berliner Straße gabelte sich der "vorderen Wolfsgartengraben", wobei ein Seitenarm als Schwarzer Graben (vom Schäfersee kommend) in den Tegeler See floß (Karte - bitte hier klicken -).



Berliner Pfuhl
Im Innenbereich der Wohnsiedlung am Jathoweg befindet sich auch heute noch der sogenannte Berliner Pfuhl. Der kleine Teich ist etwa 50x50 Meter groß und stark verlandet. Man erkennt die Fläche nur noch wegen des vielen Schilfs an der Stelle. Eine offene Wasserfläche ist nicht mehr vorhanden.

31.10.2021 - Schilf zeigt die Position des Berliner Pfuhl im Innenbereich der Wohnsiedlung am Jathoweg.

31.10.2021 - Vom Berliner Pfuhl ist nur noch Schilf übrig.



Quermatengraben

Dieser Entwässerungsgraben beginnt in der Nähe der Oranienburger Straße am S-Bahnhof Wittenau-Nordbahn und verläuft parallel zum Bahndamm in südöstliche Richtung. Der Graben bildet zugleich die Grenze zum Ortsteil Märkisches Viertel. In Höhe der Heinz-Brandt-Straße mündet er in den Nordgraben.


Verlauf des Quermatengrabens, Quelle: Openstreetmap


Parkgrabenteich und Parkgraben

Im Göschenpark bzw. Volkspark Wittenau liegt der kleinflächige Parkgrabenteich, von dem der Parkgraben abgeht. Der Parkgrabenteich endet kurz vor der Hermsdorfer Straße und führt sehr häufig kein Wasser. Der kleine Teich wurde ebenso wie der Park in den 1920er Jahren angelegt. Laut dem Naturschutzbund ist der Parktgrabenteich auch Laichgewässer für Grasfrosch, Knoblauch- und Erdkröte (Quelle: - hier klicken - ).

Seine Gewässernummer im Berliner Gewässerverzeichnis lautet 58196927221.

Bei einer Untersuchung durch die Organisation BUND im Jahr 2021 wurde der Zustand als "Trocken gefallen mit Verlandungstendenz (Sukzession)" bewertet. Es gibt kaum noch freie Wasserfläsche und der Schilfdeckungsgrad ist sehr hoch (Quelle: BUND-Kleingewässerreport Berlin 20/21 - Zustand der Kleingewässer in den Berliner Bezirken Marzahn-Hellersdorf, Neukölln, Reinickendorf und Tempelhof-Schöneberg).



1930 - Der Parkgrabenteich im Volkspark Wittenau nur wenige Jahre nach seiner Anlegung.


15.04.2014 - Der Parkgrabenteich im Volkspark Wittenau ist schon stark zugewachsen.


22.05.2018 - Der Parkgrabenteich verwächst immer mehr. Es gibt kaum noch eine Möglichkeit direkt an das Ufer zu treten.

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* vgl. http://www.stadtentwicklung.berlin.de/umwelt/wasser/wasserrecht/pdf/pegelverzeichnis.pdf (Abruf am 12.04.2014)
** vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik (Abruf am 12.04.2014).

*** vgl. Bebauungsplan XX-277a „Cité Foch (Nord)“ UMWELTBERICHT, Seite 28.

**** vgl. "Nord-Berliner" vom 02. Mai 2014, "Rubrik: Der Nord-Berliner vor 50 Jahren", Seite 12

***** vgl. Am Born der Heimatgeschichte, Seite 82.


****** vgl. https://die-dorfzeitung.de/steinbergsee-natuerliche-vielfalt-im-steinbergpark-bewahren/ (Abruf am 12.08.2021)