Ringelnatz-Grundschule

Die 11. Grundschule von Reinickendorf in der Wilhelm-Gericke-Straße 7 – 13 wird oft als "blaue Schule" bezeichnet, weil sie ursprünglich mit blauen Fassadenplatten ausgestattet wurde. Die Schule wurde als Stahlkonstruktion im Jahr 1971 mit einem Bauvolumen von 4,2 Millionen Mark gebaut. Erst im Jahre 1972 erhielt die Schule den Namen ihres heutigen Namengebers. Zwischenzeitlich wurde zahlreiche der blauen Fassadenplatten im Zuge von Sanierungsarbeiten durch gelbfarbene Platten ersetzt, so dass die Bezeichnung "blaue Schule" fast nicht mehr passend ist (Artikel Berliner Morgenpost vom 13.06.2018 - hier klicken - ).


Jean-Krämer-Schule

Die heutige Jean-Krämer-Schule (Integrierte Sekundarschule), Alt-Wittenau 8-12, in Wittenau wurde in den Jahren 1928 bis 1931 gebaut. Die Entwürfe und die Ausführung der Arbeiten stammen von den Architekten Jean Krämer und Hans Krecke. Früher wurde die Schule einfach als "Volksschule Wittenau" und später als "Lindhorst-Schule" bezeichnet. Die meisten Wittenauer nennen sie einach "rote Schule" wegen der backsteinfarbenen Fassade aus Oldenburger Klinkern. Eine Besonderheit bei dem Bau war, dass eine Frau als Maurerlehrling an dem Bau mitgewirkt hat. Darüber berichtete sogar eine Zeitung im Jahr 1928, dass die damalige Tochter des Regierungsbaumeisters Hornig selber Hand angelegt hatte.

1928 - Neubau der Volksschule in Wittenau mit einem weiblichen Maurerlehrling.



1935 - Die heutige Jean-Krämer-Schule kurz nach der Fertigstellung. Quelle: Kunstverlag Fell & Co

Die Schule ist als bogenförmiger Bau mit abgerundeten Ecken entstanden. Lange Jahre war die Volksbibliothek in das Objekt integriert (vgl. dazu Karteireiter "Splitter der Geschichte"). In der Denkmaldatenbank der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt ist das Objekt unter der Nummer 09011772 aufgelistet (- hier klicken -).


Ernst-Litfaß-Schule Oberstufenzentrum Druck- und Medientechnik 

Die Ernst-Litfaß-Schule liegt in der Cyclopstraße 1-5 in Berlin-Wittenau. Sie ist nach dem Druckereibesitzer und Verleger Ernst Theodor Amandus Litfaß (* 11. Februar 1816 in Berlin; † 27. Dezember 1874 in Wiesbaden) benannt. Die Schule wurde 1982 gegründet und hat etwa 1.200 Schüler.
Am 22.04.2018 wurde 12 Schülerinnen und Schüler der Schule der zweite Platz des Wettbewerbs um den Franz-Bobzien-Preis verliehen. Sie hatten sich zuvor mit dem Schicksal der Frau Ilse Heinrich auseinandergesetzt, die das Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück überlebt hatte. Damit erinnerten sie an die Gräueltaten der Nationalsozialisten, was mit der o.a. Preisverleihung belohnt wurde (Artikel - hier klicken - ).