Pferde-Straßenbahn

Um das Jahr 1900 gab es in Wittenau eine Pferde-Straßenbahn.Sie endete an der damaligen Irrenanstalt und fuhr zur Tegeler Chaussee (Scharnweberstraße).


Um 1900 - Die Pferde-Straßenbahn von Wittenau in Höhe der heutigen Ollenhauer Straße. Quelle: Landesarchiv Berlin, F_Rep_290_II5003


Straßenbahn

Zwischen den Jahren 1905 und 1911 wurde die bestehende Straßenbahnlinie bis zum S-Bahnhof Wittenau-Nordbahn verlängert. Vorher endete sie an der Heilanstalt (heute Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik). Die Schienen verliefen in der Mitte der Oranienburger Straße. Am 09. August 1911 wurde dann der Straßenbahnbetrieb bis zum S-Bahnhof aufgenommen. In Wittenau fuhren u.a. die Linien 27, 68 und 168.

Die Linie mit der Nummer 68 fuhr bis in den Wedding zur Togostraße. Am 02. Mai 1929 wurde die Strecke dann sogar bis zum S-Bahnhof Waidmannslust verlängert, um das BVG-Hauptwerk in der Cyclopstraße besser zu erreichen. Im Sommer 1942 wurde die Verlängerung jedoch wieder aufgegeben und somit endete die Linie 68 wieder am S-Bahnhof Wittenau-Nordbahn.

Am 01.01.1953 führte die Linie 68 vom Nettelbeckplatz zum S-Bahnhof Wittenau auf einer Betriebstrecke von 7,8 km Länge. Von dort gab es noch eine kurze Betriebstrecke als Zu- und Abfahrt zum BVG-Hauptlager in der Cyclopstraße. Am 01.06.1958 wurde die Linie 68 stillgelegt. Das Hauptlager war ab diesem Zeitpunkt nur noch über die ITF (Industriebahn Tegel-Friedrichsfelde) an ein Schienennetz angeschlossen. Da in der Werkstatt weiterhin Straßenbahnwagen verschrottet wurden, erfolgte deren Anlieferung über Culemeyer-Transporter. (Quelle: Berliner Verkehrsblätter Heft 09/10 Jahr 1987).


1930er Jahre - Die Straßenbahnschienen in der Mitte der Oranienburger Straße.



1930er Jahre - Die Straßenbahnschienen in der Mitte der Oranienburger Straße, Ecke Hauptstraße (heute: Alt-Wittenau) mit dem im Jahr 1913 durch die Wittenauer Boden AG errichteten Wartehäuschen. Die Kosten für das Wartehäuschen betrugen damals 1.616,60 Reichsmark (Quelle: Landesarchiv Berlin,
A.
Rep. 342-02 Nr. 59500).



1940er Jahre - Die Straßenbahnschienen in der Mitte der Oranienburger Straße, Ecke Hauptstraße mit dem Wartehäuschen (heute: Alt-Wittenau).


1957 - Am linken Bildrand sind die ehemaligen Straßenbahngleise gut erkennbar.


1930 - Blickrichtung Norden an der Kreuzung Alt-Wittenau/Oranienburger Straße. Damals gab es Bus- und Straßenbahnverkehr. Quelle: Museum Reinickendorf.


1940er Jahre - Die Straßenbahnschienen in der Mitte der Oranienburger Straße in Höhe der Frommpromenade.


1950er Jahre - Die Straßenbahnschienen in der Mitte der Oranienburger Straße in Höhe der Hallichpromenade. In dem damaligen Lebensmittelgeschäft ist in den 2000er Jahren eine Änderungsschneiderei ansässig.


1940er Jahre - Die Straßenbahnschienen in der Mitte der Oranienburger Straße. Das Gebäude im Hintergrund behebergt heutzutage immer noch die Post.


1911 - Ansichtskarte von der Straßenbahn am S-Bahnhof Nordbahn kurz nach der Eröffnung. Verlag: Albert Dittmann


1911 - Ansichtskarte von der Straßenbahn am S-Bahnhof Nordbahn kurz nach der Eröffnung. Verlag: Albert Dittmann



1930er Jahre - Die Oranienburger Straße mit einer Straßenbahn an der Endhaltestelle am S-Bahnhof Nordbahn.


1958 - Auf dem Bild aus dem Archiv von Postmaxe sind deutlich die Straßenbahnschienen und die Oberleitung am S-Bahnhof Wittenau Nordbahn zu erkennen.


09.08.1911 - Der Straßenbahnbetrieb wird bis zum S-Bahnhof Wittenau-Nordbahn geführt.


1930 - Straßenbahn in der Cyclobstraße. Quelle: Museum Reinickendorf


Mai 1957 - Eine Straßenbahn der Linie 68 steht an der Endhaltestelle in der Cyclobstraße. Foto: Archiv E. Behrend


1960er Jahre - Fahrplanübersicht der Straßenbanlinie 62.

Es sei an dieser Stelle erwähnt, dass ab dem Jahr 1934 insgesamt 64 ehemalige Beiwagen von Straßenbahnen entlang des Bahndamms der Nordbahn an der Cyclopstraße als Lauben für Mitarbeiter der BVG-Hauptwerkstätten genutzt wurden.
Nach einem Beschluss der Kleingartenkolonie wurden die letzten der ungewöhnlichen Unterkünfte im Jahr 1986 entfernt.


Straßenverkehr & Straßenbau


Am Rathauspark: Im Mai 2015 wurde die Kanalisation in der Straße "Am Rathauspark" erneuert.


13.05.2015 - Sanierung der Kanalisation in der Straße "Am Rathauspark".



Eichborndamm: Von Oktober 2017 bis Januar 2018 wurde der Asphalt an der Kreuzung Nordgraben/Eichborndamm ausgebessert.


19.10.2017 - Straßenbauarbeiten am Eichborndamm.


Schmitzweg: Am 27.02.2014 meldete der Nord-Berliner in seiner Ausgabe, dass der "Schmitzweg" im Jahr 2014 saniert werden soll, da insgesamt 2,25 Millionen Euro für den Straßenbau in dem Jahr zur Verfügung standen. Diese Maßnahmen wurden im September/Oktober 2014 durchgeführt. Seit November 2014 ist die Straße komplett saniert.

Tessenowstraße: Im Mai 2015 wurden in der "Tessenowstraße" die Kanalrohre für das Abwasser grundlegend erneuert. Dazu musste die Straße aufgerissen und anschließend erneuert werden.


15.09.2015 - Straßenbaumaßnahmen in der Tessenowstraße.


Oranienburger Straße: Die wichtige Straße in Wittenau sollte ab Mitte des Jahres 2017 im Abschnitt von der Tessenowstraße bis zur Wittenauer Straße komplett neu gebaut werden. Dazu veröffentlichte das Bezirksamt Reinickendorf folgende Information ( - hier klicken - ) sowie die Entwurfsplanung. Die Entwurfsplanung ist nach einzelnen Abschnitten gegliedert:

Abschnitt "Tessenowstraße" bis "Kossätenstraße": ( - hier klicken - ).
Abschnitt "Kossätenstraße" bis "Jansenstraße": ( - hier klicken - )
Abschnitt "Jansenstraße" bis kurz vor der Straße "Am Nordgraben": ( - hier klicken - )
Abschnitt Kreuzung Straße "Am Nordgraben": ( - hier klicken - ).
Abschnitt Kreuzung Straße "Alt-Wittenau": ( - hier klicken - )
Abschnitt Straße "Alt-Wittenau" bis zur "Hallichpromenade": ( - hier klicken - )
Abschnitt "Hallichpromenade" bis zur "Roedernallee": ( - hier klicken - )
Abschnitt "Roedernallee" bis zum "Wilhelmsruher Damm": ( - hier klicken - )

Um die Straßenbaumaßnahme durchführen zu können, begannen im Februar 2017 die ersten Vorarbeiten. Die Straßenbäume auf dem Grünstreifen in der Straßenmitte (ehemaliger Gleisbereich der Straßenbahn) wurden gefällt. Im April 2017 wurden die ersten provisorischen Ampeln aufgestellt. Dennoch verzögerte sich jedoch der Baubeginn (Artikel RAZ vom 26.05.2017, Seite 18 - hier klicken - ).

Seit Herbst 2017 wird aber die Straße in mehreren Bereichen umgebaut.



21.02.2017 - Die jahrzehnte alten Bäume in der Mitte der Oranienburger Straße wurden im Zuge der Straßensanierung gefällt.


21.02.2017 - Baumstammreste in der Oranienburger Straße


21.04.2017 - Die provisorischen Ampeln werden aufgestellt.


25.04.2017 - Die Ersatz-Ampeln werden für ihren Einsatz vorbereitet.


29.09.2017 - Die Sanierung der Oranienburger Straße ist in vollem Gange.



06.10.2017 - Die Baumaßnahmen an der Kreuzung Alt-Wittenau.


27.12.2017 - Die Baumaßnahmen an der Kreuzung Alt-Wittenau in südliche Richtung.


07.04.2018 - Die Baumaßnahmen an der Kreuzung Alt-Wittenau in nördliche Richtung.


25.06.2018 - Die Baumaßnahmen am S-Bahnhof Wittenau-Nordbahn sind schon fast abgeschlossen.


16.08.2018 - Die Sanierung der nördlichen Fahrbahn hat begonnen. Die andere Seite ist bereits fertig.


Busverkehr

In WITTENAU gibt es zahlreiche Buslinien der BVG. Über die Dietrich-Eckart-Straße (heute Gorkistraße) von Tegel nach Wittenau fuhr die Autobuslinie Nummer 26. Sie wurde vom 15.06.1938 vom Bahnhof Tegel bis zur Kirche nach Wittenau verlängert. Kriegsbedingt am 01.10.1942 von Spandau bis Gartenfeld zurückgezogen und am 03.7.1944 auf den Abschnitt Gartenfeld – Tegel verkürzt – und am 12.4.1945 endgültig eingestellt. In den 1970er und 1980er Jahren fuhren über die Gorkistraße die Autobusse der Linie 14.

Die Buslinien 12 und 62 fuhren in den 1970er und 1980er Jahren ebenfalls durch WIttenau. Die Busse der Linie 12 fuhren nach Frohnau zum Hainbuchenplatz und fuhren u.a. auf der Cyclobstraße, Hermsdorfer Straße, Alt-Wittenau, Roedernallee durch den Ortsteil.

Die Busse der Linie 62 fuhren bis zum Märkischen Viertel und fuhren u.a. auf dem Wilhelmsruher Damm und der Oranienburger Straße durch den Ortsteil.



1930er Jahre - Busverkehr am S-Bahnhof Wittenau-Nordbahn.



1930er Jahre - Der Verlauf der Autobuslinie Nummer 26 ab Wittenau.


Am 03.09.1952 wurde in der Lokal-Zeitung "NORD-Berliner" ein Bericht veröffentlicht, dass die Buslinie A21 seine Jungfernfahrt über den Wilhelmshuher Damm absolvierte. (Quelle: Abschied von der Laube, Seite 182).


Zum Fahrplanwechsel am 09.12.2012 gab es zahlreiche Änderungen. So wurde z.B. die langjährige Buslinie 325 eingestellt. Die Details ergeben sich aus der beigefügten Anlage der BVG (bitte -hier- klicken). Die Linienbezeichnung der Busse hat sich im Laufe der Jahre erheblich verändert, wie der nachfolgende Ausschnitt aus dem Jahr 1958 zeigt. Hier ist jedoch nicht nur WITTENAU, sondern der gesamte Bezirk dargestellt:

Interessanterweise führte im Jahr 1934 die Buslinie A 35 nach Berlin-Lübars u.a. mit einem Bus der Firma "Büssing".


1934 - Ausschnitt aus einer Ansichtskarte mit einem Motobus der Linie A 35.


Am 09.02.1981 prallten zwei Doppeldeckerbusse der Linie 12 in der Straße Alt-Wittenau zusammen. Dabei wurden insgesamt 14 Personen verletzt. Aufgrund des hohen Schadens wurden beide Busse noch im Februar 1981 verschrottet.*


1970er Jahre - Typische BVG-Zeitkarte mit der Erlaubnis den Autobus Nummer 12 zu benutzen, der durch Wittenau fuhr.


1976 - Typische BVG-Zeitkarte mit der Erlaubnis den Autobus Nummer 12 zu benutzen, der durch Wittenau fuhr.


1976 - Typische BVG-Zeitkarte mit der Erlaubnis den Autobus Nummer 62 zu benutzen, der durch Wittenau fuhr.



U-Bahnverkehr

Bei der Verlängerung der U-Bahnlinie 8 in Richtung Märkisches Viertel sind im Frühjahr 1982 unterscheidliche Meinungen zwischen dem West-Berliner Senat und dem Bund aufgekommen. Der Bund wollte den Bau bis in das Märkische Viertel vorantreiben. Das lehnte der Senat ab.****

Am 24.04.1986
starteten die Bauarbeiten für die erste Tunnelröhre zwischen den heutigen U-Bahnhöfen Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik und Rathaus Reinickendorf durch einen Schildvortrieb auf einer Länge von 1.080 Metern.*** Dazu wurden im August 1987 die Rohbauarbeiten ausgeschrieben. Am 11.11.1987 begannen die Bauarbeiten für den letzten Bauabschnitt der U-Bahn-Linie U 8 vom Taldorfer Weg am Rathaus Reinickendorf bis zum Spießweg. Der zweigleisige Tunnel liegt in einer Tiefe zwischen 9 und 13 Metern.** Am 19.07.1988 war der Durchstich auf dem 1080 Meter langen Streckenabschnitt. Aufgrund zahlreicher widerstandsfähiger Findlinge im Boden verzögerte sich der Vortrieb dieser Tunnelröhre. Die Taufpatin für die Schildvortriebsmaschine war die Ehefrau des damaligen Regierenden Bürgermeisters von Berlin, Frau Monika Diepgen.

Am 05.12.1988 starteten die Bauarbeiten für die zweite Tunnelröhre zwischen den heutigen U-Bahnhöfen Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik und Rathaus Reinickendorf.
Die Taufpatin für die zweite Schildvortriebsmaschine war die Ehefrau des damaligen Bürgermeisters von Reinickendorf, Frau Hannelore Orwat.

Am 24.09.1994 wurde die bislang letzte Etappe dieser U-Bahnstrecke zwischen den Bahnhöfen "Paracelsusbad" und "Wittenau" neu eröffnet.*****


24.09.1994 - Flyer der BVG anlässlich der Verlängering der U-Bahn.

Im April 2016 wurde eine Initiative zur Verlängerung der U-Bahn-Linie in das Märkische Viertel gestartet, um den bislang noch notwendigen Umstieg in den Bus wegfallen zu lassen. Beim damaligen Bau der U-Bahnlinie bis Wittenau wurde der Tunnel ohnhin schon sehr weit in Richtung Märkisches Zentrum gebaut. Das Vorhaben geriet im Juli 2017 (Artikel RAZ - hier klicken -)
und im September 2017 (Artikel Berliner Abendblatt - hier klicken - ) immer stärker in den Fokus der Medien, wobei abzuwarten bleibt, ob der Grund eher in der Bundestagswahl im September 2017 zu suchen war. Noch bleibt offen, ob das Vorhaben gelingt.

Am 11.10.2017 gab das Bezirksamt in der Bezirksverordnetenversammlung bekannt, dass die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr
und Klimaschutz einen Weiterbau der U8 ins Märkische Viertel aus den Haushaltsüberschüssen 2016 nicht finanzieren kann, weil alle Mittel gebunden sind. Eine Neuauflage eines Sonderfonds und der Nachweis der Wirtschaftlichkeit könnten dem Projekt aber zum Erfolg verhelfen.
( - hier klicken - ). Bei der Abstimmung über den Doppelhaushalt 2018/2019 am 14. Dezember 2017 im Abgeordnetenhaus wurde die Aufnahme der gesamten Kosten für die U8-Baumaßnahme in den Berliner Landeshaushalt beantragt. Die Gesamtkosten werden mit 83,9 Millionen Euro angesetzt.(Artikel RAZ vom 21.12.2017 - hier klicken - , Artikel Berliner Morgenpost vom 16.01.2018 - hier klicken - )

Am 05.05.2018 berichtete die Berliner Morgenpost, dass die U8 verlängert werden soll (Artikel - hier klicken - ).



S-Bahnverkehr/Eisenbahnverkehr

In Wittenau verlaufen zwei S-Bahnstrecken. Zum Einen handelt es sich um die sogenannte Nordbahn mit dem Bahnhof "Wittenau (Nordbahn)" und zum Anderen verlaufen im Ortsteil die Gleise der sogenannten Kremmener Bahn mit dem Bahnhof "Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik". Korrekterweise muss aber gesagt werden, dass die Kremmener Bahn den Ortsteil nur am Rand streift, da die Ortsteilgrenze nördlich der Bahnlinie verläuft. Zum Beginn des 19. Jahrhunderts waren beide Strecken noch ebenerdig, wodurch es einige Bahnübergänge in Wittenau gab. In den Jahren 1908 bis 1912 wurden die Linien aufgeschüttet, da der S-Bahn- und Fahrzeugverkehr erheblich anwuchs und man Komplikationen vermeiden wollte. Direkt am S-Bahnhof Wittenau/Nordbahn an der heutigen Oranienburger Straße gab es noch ein Bahnbedienstetenhaus, welches jedoch einem Neubau weichen musste.


1900 - Der Bahnhof von Dalldorf (heute Wittenau-Nordbahn) in ebenerdiger Lage. Der weiße Pfeil kennzeichnet die heutige Oranienburger Straße in Richtung Berlin. Quelle: Museum Reinickendorf.


1907 - Der Bahnhof Dalldorf (heute Wittenau-Nordbahn) kurz vor der Aufschüttung. Deutlich ist auch das weiß gestrichene Bahnwärterhaus erkennbar.
Quelle: Museum Reinickendorf.


25.08.2015 - Im Museum Reinickendorf hat man den damaligen Bahnhof "Dalldorf" anschaulich nachgebaut.


Am 29.05.1994 wurde der Name des bisherigen S-Bahnhofs "Wittenau Kremmen" in "Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik" umbenannt.*****


Auf der Kremmener Bahn gab es viele Jahrzehnte einen sogenannten "Mischverkehr". Da es aufgrund der Demontage des zweiten Gleises nach dem Zweiten Weltkrieg nur ein Streckengleis in Richtung Tegel gab, teilten sich die S-Bahnen und der Eisenbahn- und Güterverkehr das Gleis. Das betraf auch den ehemaligen französischen Militärzug TMFB, der über dieses Strecke nach Berlin-Tegel fuhr (siehe dazu mein Buch: Michael Bayer: "TMFB - Der ehemalige französische Militärzug in Berlin-Reinickendorf" bestellbar über die ISBN 978-3000477942 im Buchhandel oder im Internet)   

Das Gleis der
ITF (Industriebahn Tegel-Friedrichsfelde) verlief mitten durch den Ortsteil. Aus Tegel kommend verlief es durch den Steinbergpark, überquerte die Straßen "Hermdorfer Straße", "Cyclopstraße", "Oranienburger Straße", "Eichhorster Weg" und ging dann in den heutigen Ortsteil "Märkisches Viertel" über.


30.04.2017 - Der ehemalige Bahnübergang "Cyclopstraße" in Richtung Märkisches Viertel.


Industriebahn sowie Feld- und Lorenbahnen

Der Industriebahnverkehr in Wittenau wurde u.a. durch die RIB (Reinickendorfer Industriebahngesellschaft) durchgeführt. In den 1910er bis 1940er Jahren kamen in Berlin-Reinickendorf beim Bau von Großprojekten immer wieder Feld- und Lorenbahnen zum Einsatz. Als Beispiele seien der Bau der Kanalisation rund um den S-Bahnhof Wittenau-Nordbahn im Jahr 1916, das Anlegen des Steinbergparks, der Bau der Maschinenfabrik "LINDNER" in der Lübarser Straße, der Bau des Norgrabens und der Bau des Flughafens Tegel genannt.

Bei der Entwicklung des Wilhelmsruher Damms in den 1950er Jahren wurden ebenfalls Feldbahnloren zum Abtransport des Materials eingesetzt.


1928 - Feldbahnschienen im Steinbergpark, Foto Neumann_Archiv Postmaxe



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* vgl. Berliner Verkehrsblätter, Heft 02/1988, Seite 30.

** vgl. Berliner Verkehrsblätter, Heft 02/1988, Seite 45.

*** vgl. Berliner Verkehrsblätter, Heft 01/1989, Seite 18.

**** vgl. Berliner Verkehrsblätter, Heft 04/1982, Seite 124.

***** vgl. Berliner Verkehrsblätter, Heft 11/1994, Seiten 216/217.